Zinsentwicklung
Bei Renten- und Geldmarktanlagen bestimmt der Zinstrend, ob neben
dem Wertzuwachs aus Zinserträgen zusätzliche Kursgewinne oder
-verluste entstehen. Das Ausmaß der Kursbewegungen, die durch
Zinsänderungen ausgelöst werden, hängt vornehmlich von der
Restlaufzeit der Wertpapieranlage, aber auch von der Höhe des
jeweiligen Kupons ab.
Grundsätzlich gilt:
-
Fallen die Zinsen, steigen die Kurse
>> Kursgewinne
-
Steigen die Zinsen, fallen die Kurse
>> Kursverluste
Je länger die Restlaufzeit, desto stärker
reagiert die Anlage auf Änderungen der Marktverzinsung. Das
Fondsmanagement kann durch eine Veränderung der Fondsstruktur, z.B.
Laufzeitänderung oder Liquiditätshaltung, das Ausmaß der durch
Zinsänderungen verursachten Kursschwankungen im Rahmen der
Fondsausrichtung bzw. der Anlagestrategie beeinflussen.
Bonitätsentwicklung
Festverzinsliche Wertpapiere haben immer einen Emittenten, der z.B.
eine Schuldverschreibung oder eine Anleihe auf den Markt bringt
(emittiert). Die Höhe des versprochenen Zinssatzes (Kupon) hängt
außer von dem Zinsumfeld bei Emission auch sehr stark von der
Bonität des Emittenten ab, die z.B. über Ratings gemessen wird. Im
Regelfall haben Staatsanleihen wirtschaftlich starker Länder die
höchste Bonität, also das niedrigste Ausfallrisiko. Die Veränderung
der Wirtschaftskraft von Emittenten kann zu Kursverlusten der von
ihnen herausgegebenen Wertpapiere führen. Emittenten mit niedriger
Bonität müssen eine höhere Risikoprämie, also einen höheren Zins,
zahlen. Eine negative Entwicklung der Bonität wird daher zu
Kursverlusten führen. Die Bonitätsentwicklung ist immer dann
wichtig, wenn der Anleger das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des
Emittenten (Emittentenrisiko) trägt. Dies ist außer
bei Anleihen z.B. auch bei Zertifikaten der Fall.
Währungsentwicklung
Bei Anlagen in Fremdwährungen kann aus Sicht eines Euroanlegers die
Währungsentwicklung zum Teil erheblichen Einfluss auf das
Gesamtergebnis der Anlage nehmen. Mögliche Währungsgewinne oder
auch -verluste können dabei durchaus höher ausfallen als die
Kapitalerträge oder die Kursbewegungen der Wertpapiere selbst. Die
Wertentwicklung von Fonds mit einem Fremdwährungsanteil unterliegt
den Währungsschwankungen der aus der Anlagestrategie resultierenden
Anlagesegmente. Mit einer Streuung in verschiedene Währungen
und/oder einer zielgerichteten Währungsabsicherung kann dieser
Einfluss jedoch begrenzt werden.
Konjunkturentwicklung
Die Kursentwicklung von Aktienanlagen ist in besonderer Weise vom
Verlauf der Konjunktur abhängig. Zusätzlich können branchen- und
insbesondere unternehmensspezifische Entwicklungen spürbare
Kursänderungen hervorrufen, die bei Direktanlagen im Extremfall zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.
Bei Investmentfonds kann das Fondsmanagement über eine Veränderung
des Investitionsgrades und der Titelauswahl konjunktur- und
branchenspezifische Einflüsse kontrollieren. Zudem wird durch eine
breite Streuung des Anlagekapitals in eine Vielzahl von
Einzelwerten die Tragweite von unternehmensspezifischen
Entwicklungen reduziert.
Risiko aus Spezialisierung
Bei Anlagen, die sich auf spezielle Marktsegmente konzentrieren,
können besondere Risiken die Wertentwicklung wesentlich
beeinflussen.
Die ständige Betreuung durch ein professionelles Fondsmanagement
ist bei einer Fondsanlage in speziellen Anlagesegmenten besonders
vorteilhaft. Die negativen Einflüsse besonderer Risiken auf die
Wertentwicklung werden hierdurch vermindert.